Wie geht Ihr vor?
Wenn ich erstmal weiß, als WAS ich das Wort verwenden möchte, kreiert sich das Layout schon fast von selber. Tolle Erfahrung!
Grid antwortete auf meine Nachfrage:
Oh, das ist eine schwierige Frage! Manchmal hab ich wirklich sofort diesen "zündenden Geistesblitz", wie Du es nennst. Dann hab ich das passende Foto sofort vor Augen und könnte eigentlich gleich anfangen. Wie bei dem Wort "sehen" z.B. Aber manchmal tu ich mich auch schwer. Dann drehe und wende ich das Wort in meinem Kopf, denke immer mal wieder dran, vor allem abends beim Einschlafen oder wenn ich draußen spazieren oder einkaufen gehe. Und irgendwann weiß ich dann genau, was ich machen will. Ja, und dann gibt es natürlich auch die Ideen, die sich einfach nicht verwirklichen lassen - wie neulich bei dem Wort "Familie". Mangels passendes Foto mußte ich nach einigen Tagen dann total umdisponieren und etwas ganz Anderes machen, als ich ursprünglich vor gehabt hatte.
Tja, und bei "frech", da hab ich mehrere Ideen und weiß nicht, welche ich nehmen soll und ob überhaupt eine von ihnen es wird... schwieriges Wort!!
Barbaras Antwort:
Mit FRECH habe ich auch so meine Probleme. Die anderen Worte, da kamen sofort Ideen und Assoziationen, bis jetzt hatte ich auch immer schnell passende Fotos rausgesucht. Aber FRECH, meine Kinder sind meistens so lieb, ich bin auch nie frech, ich ärgere mich über freche Leute z.B. in Warteschlangen, aber soll ich bei Aldi an der Kasse fotografieren ? Das ist auch kein Thema welches ich als wichtig genug zum Verscrappen ansehe, freche Leute soll man schnell vergessen. Also muss ich weiter überlegen bis der zündende Geistesblitz kommt. Und dieses verniedlichende FRECH ( mein kleiner frecher Spatz o.ä.) ist auch nicht mein Ding. Überleg, überleg, ich glaube ich frage mal meine Kinder, was denen so einfällt.
Dies ist Elkes Vorgehensweise:
Ich schaue nach, welche Wörter es noch gibt, mit
der gleichen Bedeutung, die besser passen. Meine
Layouts sollen meinen normalen Stil und meine
normalen Themen wiederspiegeln. Manchmal schaue
ich auch nach Aphorismen, Gedichten oder
Poesiealbensprüche, ob etwas passen könnte.
Oftmals versuche ich, das Wort so zu verarbeiten,
dass das Wort nicht Hauptbestandteil des Layouts
ist, sondern das Layout selber das Wort
interpretiert, wie bei "Daheim" oder auch "Familie"
Susanne antwortete:
Also wenn Nadine ein neues Wort schickt, fallen mir meist auch gleich zig Ideen ein. An den passenden Fotos hapert es dann meistens. Aber das habe ich bisher auch nicht als Problem empfunden, denn dann gibt es halt ein LO ohne Foto (siehe Verführung, Kunterbunt oder Daheim). Auch bei Dunkel ist mir noch kein passendes zu meinen Ideen über den Weg gelaufen. Bei Frech habe ich sofort eins zu Hand. Das ist also sehr unterschiedlich.
So lautete Marens Antwort:
Wie ich vorgehe? Mmm, nicht so einfach. Meist war es so, dass ich nicht unbedingt Fotos hatte, sondern die erst machen musste, wie z.B. bei „Verführung“ – das Erdbeerlayout. Die Idee selbst oder die Vorstellung, WAS will ich machen, ist für mich das geringste Problem. Eher habe ich ein Problem das mit Fotos zu kombinieren. Ich könnte Dir sofort eine Kurzgeschichte mit dem Wort Dunkelheit schreiben, aber die Kette der assoziierenden Bilder dazu in meinem Kopf ist nicht unbedingt identisch mit den Fotos in meinem Fundus. Das ist für mich eigentlich immer die größte Herausforderung. [...] Bei verhältnismäßig einfachen Wörtern wie „Zuhause“ da ahne ich schon, das der Ansatz bei den meisten der gleiche sein wird, und versuche die Perspektive zu ändern. Siehe Vogelperspektive mit Google-Earth –thats it.
Und so läuft es bei Janine ab:
Dunkelheit *brrr*, da schüttels mich irgendwie gleich:-)! Aber genau diese Herausforderungen find ich an dem Blog so schön! Ich scrappe über Sachen, auf die ich so nicht unbedingt gekommen wäre.
Ich überlege eigentlich immer, was denn dieses Wort mit mir zu tun hat. Das fand ich z.B. bei SEHEN schwierig...ist ja nicht wirklich ein Wort, das einen persönlich berührt. Dann versuche ich an Kontexte zu denken, in denen das Wort auftaucht, was es in meinem Leben bedeutet. Aber eigentlich ist es immer so ein kleiner Geistesblitz, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht und auf ein Layout möchte.
Fotos zu finden, fällt mir auch manchmal schwer, aber es muss für mich nicht das perfekte Foto sein, sondern eines, das die "Geschichte" unterstreicht, die ich erzählen möchte.
Ihr seht, uns fällt es auch nicht immer wie Schuppen aus den Haaren, was wir aufs Papier bringen werden. Aber wenn man sich traut, kommt am Ende meist ein großartiges Ergebnis dabei heraus - versucht's doch mal :-)
Und verratet uns doch bitte, wie Ihr vorgeht, wenn Ihr Euch über ein Wort von just1word hermacht - unter allen Antworten wird ein Supersommersonderpreis verlost!
9 Kommentare:
Das ist eine ganz spontane Sache - entweder ich finde das Wort irgendwie gut, dann setze ich mich damit auseinander oder es reizt mich nicht, dann lasse ich es sein.
Radfahren oder abends vorm Einschlafen sind gute Gelegenheiten für mich, verschiedene Ideen gedanklich durchzuspielen. Bei der Umsetzung bin ich meist pragmatisch - was ist jetzt verfügbar / leicht zu besorgen... Und manchmal will ich mich auch nicht selbst zensieren und entscheide mich, etwas nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen, wie das zum Thema Neugier.
so richtig beschreiben kann ich das nicht… ich schau mir das wort, den sketch, das foto usw an und dann beginnt so etwas wie eine schwangerschaft… manchmal dauert es länger und manchmal ist sie sofort da – die idee wie das layout aussehen soll. sobald die idee da ist fängt das lo an „zu wachsen“ und es nimmt form und farbe an.
Ich hab ja erst zweimal mitgemacht, aber bei beiden Worten hatte ich schon die Fotos oder die Richtung im Kopf!!!! Als ich das Wort DUNKTEL gelesen habe, war mir schon klar, dass ich die "Schwarze" Seite meines Mannes verscrappen werde. Leider mangelt es bei mir meistens an geeigneten Fotos, aber ich versuch das Beste daraus zu machen. Bei früheren Worten habt ihr mir manchmal fast schlaflose Nächte bereitet, weil ich vor lauter Nachdenken nicht einschlafen konnte!!! Ich finde Eure Seite einfach toll, manchmal dauert mir eine Woche einfach viiiiiiiieeeeeeeel zu lange!!! Danke Euch Allen!!!
Also bei mir ist es auch so, entweder ist das LO schon gleich mit passendem Foto in meinem Kopf, oder ich tu ständig grübeln bis ich entweder was finde oder aufgebe! Letzteres aber eher seltener!
Ich finde es auch sehr schön mit Aphorismen zu arbeiten, wenn sich welche anbieten!
Das ist immer wieder anders. Bei manchen Worten habe ich sofort ein Foto im Kopf, bei manchen eine Titelzeile, bei manchen lange Assoziationsketten inclusive Layout, aber z.B. kein Foto. Und da ich mich manchmal nicht für eine Version entscheiden kann, schicke ich dann halt gleich 2 LO ein. Nummer 3 und 4 verkneife ich mir dann ;-).
Bei mir ist das auch ganz spontan. Ich höre/lese das Wort und habe sofort eine Assoziation dazu. Weil es ums Scrappen geht, fallen mir meistens ersteinmal Bilder ein, die noch darauf warten, verscrappt zu werden. Oder mir fällt etwas ein, und ich entschließe mich dann dazu, es zu fotografieren (es kann dann alles sein, woran mich das Wort erinnert). Wenn mir spontan nichts einfällt, dann kommt es meistens auch nicht dazu, dass ich ein Layout scrappe. Das ist bei mir leider so. Dann denke ich so lange nach, dass mir die Lust vergeht. Inspiration muss bei mir immer sofort einschlagen.
Manchmal fällt mir zu dem Wort sofort ein Foto ein, das ich schon habe. Bei dem Wort "Neugierig" oder "Dunkel" habe ich passendes Foto gemacht.. Egal wie, es macht auf jedenfall viel Spaß :-)))
... entweder fällt mir direkt ein foto zum wort ein ... oder ich spiele mit dem wort im kopf - schiebe es hin und her, hänge hinten was dran oder vorne, stelle es auf den kopf ... - bis sich zum wort(gebilde) eine bildidee (zu der ich bereits ein foto in meinem fundus hab) gesellt. auf jeden fall ist es jedes mal eine mehr oder weniger grosse herausfoderung, die spaß macht.
Hab´s verpeilt und meine Antwort gestern gemailt.
Vielleicht zählt die Mail ja trotzdem.
Nun setzte ich nochmal geschwind den Text hier ein:
Ein passendes Beispiel zu meinen Gedankengängen gibt es zum Wort "Dunkel", denn dieses Wort ging mir nicht mehr aus dem Kopf und meine Gedanken kreisten immer wieder darum.
Zuerst überlegte ich mir Assoziationen, wie z.B. "Dunkel ist die Nacht" und prüfte, ob mir dazu etwas passendes für ein LO einfällt. Das klappte sogar ganz gut, mir fielen zur Nacht die Sterne und der Mond ein. Da musste ich an eine meiner Lieblingspostkarten mit dem Zitat von Mark Twain denken. Doch dies allein reichte mir nicht für ein Layout.
Dann fiel mir ein gelesenes Buch mit dem Titel "Dunkel" von W. Hohlbein ein, dazu wollte ich nichts scrappen, da mir das Buch nicht so zusagte. Die Suche ging weiter und ich übersetzte das Wort ins Englische.
Zu Dark kam mir die Serie "Dark Angel" in den Sinn und dass ich zu diesem Titel mal eine eigene Interpretation eines "Dark Angels" gemalt hatte und genau dies und das Zitat von Mark Twain, sollte mein Thema für das Layout werden.
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